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Läuferin mit leichter Jacke, langen Tights, Handschuhen und Stirnband auf einem winterlichen Parkweg

Trainingspläne & Training

Laufbekleidung im Winter: Was ziehst du bei 0, 5 und 10 Grad an?

Was ziehst du bei −5, 0, 5, 7, 10, 12 oder 15 Grad an? Oberteil, Hose und Extras je Temperatur, dazu Schichten für kalten Regen und Wind.

Lesezeit: 17 minZuletzt aktualisiert: 4. November 2026
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01Clever anziehen bei Kälte

Du stehst an der Haustür, die Jacke in der Hand. Draußen sind es fünf Grad, aber nach ein paar Minuten Laufen fühlt sich das wahrscheinlich anders an, als wenn du auf den Bus wartest. Genau das macht die Wahl der Laufbekleidung im Winter manchmal schwierig: Du willst angenehm starten und unterwegs deine Wärme loswerden können.

Eine atmungsaktive Basisschicht, bei Bedarf eine isolierende Mittelschicht und Schutz vor Wind oder Regen geben dir Möglichkeiten zum Kombinieren. Du brauchst nicht bei jedem Lauf alle drei. An einem trockenen, ruhigen Wintertag kann ein Langarmshirt reichen; bei kaltem Gegenwind oder Gehabschnitten kann eine zusätzliche Schicht angenehm werden.

Unten findest du zuerst je Temperatur, was du anziehen kannst, danach, wie du dich für kalten Regen und Wind anziehst, und schließlich Erklärungen zu Materialien und zum Kauf. Schau auch, was schon in deinem Schrank liegt. Ein gut sitzendes Laufshirt, das du im Herbst trägst, kann im Winter einfach deine Basisschicht bleiben.

02 · Kleidung je TemperaturWas ziehst du bei welcher Temperatur an?

Die Tabelle unten ist ein Startpunkt für eine normale, lockere Runde bei trockenem Wetter und wenig Wind. Es sind Beispiele zum Ausprobieren, keine Vorschrift: Wie warm dir wird, ist je nach Person, Einheit und Route verschieden. Unter der Tabelle liest du je Temperatur, was du tragen kannst und worauf du achtest.

Diese Faustregel stammt aus der amerikanischen Laufwelt, wo es heißt, dass du dich kleiden sollst, als wäre es 10 bis 20 °F wärmer; umgerechnet sind das ungefähr 5 bis 10 Grad Celsius. Beim Laufen produzierst du viel Wärme. Ein Outfit, das sich im Stehen genau richtig anfühlt, wird dadurch schnell zu warm, und dann wirst du von deinem eigenen Schweiß klamm. Wähle den kleinen Spielraum bei einem lockeren Dauerlauf, bei Gehpausen oder wenn du schnell frierst, den großen bei einem Tempolauf oder Intervallen. Für Hände und Ohren funktioniert die Regel weniger gut. Sie kühlen schneller aus als dein Rumpf, darum stehen Handschuhe und Stirnband schon früh in der Tabelle.

TemperaturObenUntenExtras
15 Grad (14–16 °C)KurzarmshirtKurze HoseMeist nichts
12 Grad (12–13 °C)Kurzarm oder dünnes LangarmshirtKurze HoseDünne Windjacke bei Wind
10 Grad (9–11 °C)Dünnes LangarmshirtKurze Hose oder dünne TightsDünne Handschuhe, wenn du schnell frierst
7 Grad (6–8 °C)LangarmshirtLange TightsDünne Handschuhe, eventuell Stirnband
5 Grad (3–5 °C)Langarmshirt mit leichter Windjacke oder dünner MittelschichtLange TightsHandschuhe und Stirnband
0 Grad (−2 bis 2 °C)Basisschicht mit Windjacke; Mittelschicht bei lockerem TempoLange oder warme TightsHandschuhe, Mütze oder Stirnband
−5 Grad (−3 °C und kälter)Warme Basisschicht, Mittelschicht und WindjackeWarme TightsFäustlinge oder warme Handschuhe, Mütze, Halswärmer

So passt du die Tabelle an deine Runde an:

  • Tempolauf oder Intervalle: Schau eine Zeile höher. Beim Intervalltraining läufst du auch ruhige Abschnitte; eine Schicht mit Reißverschluss, den du öffnen kannst, hilft dann.
  • Locker mit Gehpausen, Warten bei einer Gruppe oder ein langer Lauf: Nimm eine zusätzliche Schicht mit oder wähle die Zeile darunter.
  • Sonne oder Schatten: Ein sonniger Nachmittag fühlt sich bei gleicher Temperatur wärmer an als ein grauer Morgen.

Schau vor dem Start nicht nur aufs Thermometer, sondern auch auf Wind und Niederschlag. Lauf beim ersten Test eine Runde nah am Haus, damit du leicht nachjustieren kannst.

Was ziehst du bei 15 Grad an?

Um 15 Grad (14 bis 16 Grad) ist für die meisten Läufer einfach Laufwetter. Bei trockenem Wetter kannst du mit einem dünnen Funktionsshirt mit kurzen Ärmeln und einer kurzen Hose beginnen. Deine Winterjacke muss nicht mit, nur weil es November ist.

Läufer in Kurzarmshirt und Shorts an einer Gracht
  • Oben: ein dünnes Laufshirt mit kurzen Ärmeln.
  • Unten: eine kurze Hose.
  • Extras: meist nichts. Läufst du locker mit vielen Gehpausen oder weht es kräftig, kann ein dünnes Langarmshirt angenehmer sein.

Was ziehst du bei 12 Grad an?

Bei 12 oder 13 Grad schwankst du oft zwischen kurzen und langen Ärmeln. Bei flottem Tempo oder in der Sonne reichen kurze Ärmel meist aus; bei Wind, Bewölkung oder einer lockeren Runde wählst du ein dünnes Langarmshirt.

  • Oben: Kurzarm oder ein dünnes Langarmshirt.
  • Unten: eine kurze Hose oder dünne Tights, wenn du die angenehmer findest.
  • Extras: eine dünne Windjacke bei frischem Wind und eventuell ein dünnes Stirnband.

Was ziehst du bei 10 Grad an?

Um 10 Grad (9 bis 11 Grad) ist ein dünnes Langarmshirt eine sichere Wahl. Läufst du eine harte Einheit, können kurze Ärmel genügen. Viele Läufer bleiben bei dieser Temperatur noch bei der kurzen Hose; mit dünnen Tights liegst du ebenfalls richtig.

  • Oben: ein dünnes Funktionsshirt mit langen Ärmeln.
  • Unten: eine kurze Hose oder dünne Tights, je nachdem, was sich angenehm anfühlt.
  • Extras: dünne Handschuhe, wenn du schnell kalte Hände bekommst; eine leichte Windjacke bei Wind oder Nieselregen.

Um zehn Grad trägst du bei einem flotten Lauf vermutlich weniger als bei lockerem Laufen mit Gehpausen. Fällt dir die Einschätzung schwer, nimm eine leichte Jacke mit, die du dir um die Taille binden kannst.

Was ziehst du bei 7 Grad an?

Bei 6 bis 8 Grad sind ein Langarmshirt und lange Tights ein brauchbarer Ausgangspunkt. Entscheide danach, was dir fehlt: Wärme oder Schutz vor Wind.

Läuferin in bordeauxrotem Langarmshirt und Tights auf einem Dünenweg
  • Oben: ein atmungsaktives Langarmshirt.
  • Unten: lange Tights oder eine kurze Hose, wenn du darin unter diesen Bedingungen bequem läufst.
  • Extras: dünne Handschuhe, wenn deine Hände schnell kalt werden; eventuell ein Stirnband bei Wind.

Was ziehst du bei 5 Grad an?

Bei 3 bis 5 Grad brauchst du neben einem Langarmshirt oft etwas Zusätzliches. Das kann eine dünne Mittelschicht sein, wenn du locker läufst, oder eine leichte Windjacke über dem Shirt, wenn es windig ist.

  • Oben: ein Langarmshirt, darüber eine leichte Windjacke oder eine dünne Mittelschicht.
  • Unten: lange Tights.
  • Extras: Handschuhe und ein Stirnband.

Greif bei ungefähr fünf Grad also nicht blind zu Shirt, Pullover und Jacke. Beginne mit einer Kombination, die zu deiner Anstrengung passt, und ändere sie, wenn du merkst, dass dir dauerhaft zu warm oder zu kalt ist.

Was ziehst du bei 0 Grad an?

Um den Gefrierpunkt (−2 bis 2 Grad) kann etwas mehr Isolierung angenehm sein, vor allem bei Wind oder Gehpausen. Denk an diese Kombination:

Läuferin mit Windjacke, Tights, Handschuhen und Stirnband bei einer Pause im Park
  • Oben: eine eng anliegende Basisschicht mit langen Ärmeln und eine Windjacke. Ergänze eine leichte Mittelschicht, wenn du mehr Wärme brauchst, zum Beispiel bei lockerem Tempo.
  • Unten: lange Tights, eventuell mit einer wärmeren, angerauten Innenseite.
  • Extras: Handschuhe und ein Stirnband oder eine Mütze. Bei anhaltendem Regen wählst du statt einer Windjacke eine wasserdichte Jacke.

Du kannst die Mittelschicht weglassen, wenn dir eine Basisschicht mit Jacke warm genug ist. Bei Kälte an den Oberschenkeln können Tights mit winddichter Vorderseite helfen; die gibt es nicht bei allen Thermotights serienmäßig. Achte um den Gefrierpunkt auch auf Glätte, vor allem auf Brücken, Radwegen und im Schatten.

Was ziehst du bei Frost (−5 Grad) an?

Ab etwa −3 Grad und kälter hast du echten Frost. Knapp unter null an einem trockenen, windstillen Tag ist allerdings etwas anderes als strenger Frost mit Wind. Die Kleidungsbeispiele unten sind für normale Winterläufe nah am Haus gedacht, nicht als Ausrüstungsempfehlung für extreme Kälte.

Läufer mit warmen Kleidungsschichten, Mütze, Halswärmer und Fäustlingen auf einem Feldweg neben bereiften Feldern
  • Oben: eine warme Basisschicht, je nach Vorliebe aus Synthetik oder Merino, eine isolierende Mittelschicht und eine Windjacke als Außenschicht.
  • Unten: warme Tights; bei Wind eventuell mit winddichter Vorderseite.
  • Extras: wärmere Handschuhe oder Fäustlinge, eine Mütze und eventuell ein Halswärmer fürs Gesicht bei kaltem Wind. Socken, die mit genug Platz in deine Schuhe passen, sowie Reflektoren und Licht, wenn es dunkel ist.

Prüfe auch, ob es glatt ist. Wähle wenn nötig eine kürzere Route oder eine Alternative drinnen; wärmere Kleidung löst das Problem eines vereisten Wegs nicht. Auf nassem Gras, Schnee oder Matsch geben Trailschuhe mit mehr Grip oft mehr Halt als normale Straßenschuhe. Wird dir unterwegs immer kälter, kürze deine Route ab und suche Schutz und Wärme.

03 · Kalter Regen und WindLaufen bei kaltem Regen und Wind

Fünf Grad mit Regen und Wind fühlen sich schnell kälter an als trockener Frost. Das liegt daran, dass Wasser Wärme viel besser abführt als Luft: Nasse Kleidung isoliert weniger, und verdunstende Feuchtigkeit kühlt dich zusätzlich aus. Wind führt die Wärme rund um deinen Körper schneller ab und verringert die Isolierung deiner Kleidung. Vor allem wenn du langsam läufst, gehst oder stehst, kann dein Körper dann zu wenig Wärme erzeugen, um das auszugleichen.

Welche Schichten trägst du bei kaltem Regen?

Bei einem längeren Lauf im Regen bleibst du selten ganz trocken. Was nicht von außen hereinkommt, kommt von innen als Schweiß. Das Ziel ist also, warm zu bleiben, während du feucht bist, nicht knochentrocken nach Hause zu kommen.

  • Basisschicht: ein dünnes, schnell trocknendes Shirt aus Synthetik oder Merino, keine Baumwolle. Unter einer Jacke wird dir schnell warm, also reicht dünn meistens aus.
  • Mittelschicht: nur bei Temperaturen um den Gefrierpunkt oder bei lockerem Tempo. Wähle dann lieber eine dünne als eine dicke Schicht, damit du weniger schwitzt.
  • Außenschicht: bei anhaltendem Regen eine wasserdichte Jacke mit abgedichteten Nähten, einer gut sitzenden Kapuze und Belüftung, etwa einem Reißverschluss oder Öffnungen unter den Armen. Bei Nieselregen oder einem kurzen Schauer kann eine wasserabweisende Windjacke genügen. Eine wasserabweisende Jacke bietet nur begrenzten Schutz vor Niederschlag.
  • Unten: dieselbe Wahl wie in der Tabelle für diese Temperatur. Um zehn Grad trocknet eine kurze Hose schneller als Tights.
  • Handschuhe: Dünne Laufhandschuhe werden im Regen schnell durchnässt. Bei Kälte kannst du winddichte oder wasserabweisende Handschuhe wählen oder für eine lange Runde ein trockenes Ersatzpaar in einem Beutel mitnehmen.
  • Kopf: Eine Kappe mit Schirm hält dir den Regen aus den Augen; ein Stirnband hält deine Ohren warm.
  • Socken und Schuhe: Socken aus Synthetik oder einer Merinomischung, keine Baumwolle. Nasse Füße lassen sich bei einer normalen Runde oft nicht vermeiden. Lass aber Platz in deinen Schuhen: Zu enges Schuhwerk macht kalte Füße schlimmer.

Laufen im Wind

Auf einem offenen Deich kann sich dieselbe Temperatur viel kälter anfühlen als zwischen Häusern. Schau in deiner Wetter-App auf die gefühlte Temperatur: Sie rechnet den Wind mit ein. Denk auch daran, dass bei Gegenwind deine eigene Laufgeschwindigkeit dazukommt. Bei trockenem Wind kann eine dünne Windjacke genügen; sie hält den Wind ab, ohne dich so warm zu machen wie eine Regenjacke.

Achte auf die ganze Runde: Hin mit Rückenwind kann sich angenehm anfühlen, während du auf dem Rückweg in feuchter Kleidung gegen den Wind läufst. Beginne deshalb lieber gegen den Wind, damit du verschwitzt mit dem Wind zurückkommst. Kurze Schleifen nah am Haus machen es leichter, nachzusteuern. In unserem Artikel darüber, wie du eine Laufstrecke planst, liest du, wie du so eine Runde wählst, und mit dem Routenplaner erstellst du sie in wenigen Klicks. Suche bei normalem Wind eventuell Schutz; meide bei starkem Wind dagegen Stellen, an denen Äste herabfallen können, und beachte Wetterwarnungen.

Ist vor allem die Hürde, nach draußen zu gehen, das Problem? In Motivation bei schlechtem Wetter findest du Ideen für eine machbare Routine und eine Alternative, wenn Laufen draußen nicht passt.

Danach: schnell trocken und warm

Sobald du aufhörst, produzierst du viel weniger Wärme, während deine Kleidung noch nass ist. Nach einem nassen Lauf kühlst du dadurch schnell aus. Plane deine letzten Minuten also genauso gut wie deinen Start.

  • Zieh drinnen sofort deine nasse Kleidung aus und wähle trockene, warme Sachen. Auch etwas Warmes zu trinken hilft.
  • Musst du noch reisen oder wartest du bei deiner Laufgruppe? Nimm eine trockene Schicht, eine Mütze und trockene Socken mit und zieh sie an, sobald du aufhörst.
  • Beginnst du unterwegs zu zittern, kürze deine Runde ab und geh nach drinnen. Zittern ist ein frühes Zeichen dafür, dass du mehr Wärme verlierst, als du erzeugst.

04Die drei Schichten erklärt

Das Zwiebelprinzip hilft dir, drei Funktionen auseinanderzuhalten. Manchmal erfüllt ein Kleidungsstück mehr als eine davon; manchmal lässt du eine Schicht weg. So kannst du gezielt etwas ergänzen, statt dich immer dicker anzuziehen.

Basisschicht

Liegt direkt auf der Haut und hilft, Schweiß von der Haut wegzuleiten.

Mittelschicht

Ergänzt Isolierung, wenn du zusätzliche Wärme brauchst.

Außenschicht

Schützt je nach Jackentyp vor Wind oder Regen.

Basisschicht

Deine Basisschicht darf eng anliegen, ohne einzuengen. Ein Thermoshirt mit langen Ärmeln ist eine Option, aber auch ein dünnes Funktionslaufshirt kann diese Aufgabe erfüllen. Bei hoher Anstrengung hast du möglicherweise mehr von einem leichten Stoff als vom dicksten Thermoshirt.

Synthetik oder Merino? Basisschichten aus Synthetik trocknen in der Regel schnell. Merino kann angenehm sein, wenn dir weniger Geruch wichtig ist, trocknet aber meist langsamer. Auch Stoffdicke und Passform bestimmen den Komfort; der Materialname allein macht ein Shirt nicht passend für deinen Lauf.

Baumwolle hält viel Feuchtigkeit fest und trocknet langsam. Für einen schweißtreibenden Lauf in der Kälte ist ein Funktionsshirt deshalb meist praktischer. Eine Thermoleggings unter der Hose kann bei Bedarf zusätzliche Wärme geben; prüfe aber, ob du dich in der Kombination frei bewegen kannst und nichts scheuert.

Mittelschicht

Die Mittelschicht hält Wärme fest. Denk an ein leichtes Fleeceshirt, einen dehnbaren Sportpullover oder ein wärmeres Funktionsshirt über deiner Basisschicht. Du musst deine Arme frei bewegen können, und unter der Jacke muss Platz bleiben.

Ein halber Reißverschluss macht es leichter, unterwegs zu lüften. Wird dir beim Laufen warm, öffne den Reißverschluss oder zieh eine Schicht aus, bevor du unnötig klamm wirst. Beim Stehen oder in einer Gehpause kann dieselbe Schicht dagegen wieder angenehm sein. Bei trockenem, ruhigem Wetter kann die Kombination aus Basis- und Mittelschicht reichen, ohne Jacke darüber.

Außenschicht

Eine Außenschicht wählst du nach dem Wetter. Eine leichte Windjacke hilft gegen den Wind und lässt sich oft kompakt mitnehmen. Eine wasserabweisende Ausrüstung kann leichten Niederschlag eine Zeit lang abhalten, macht die Jacke aber nicht wasserdicht.

Bei anhaltendem Regen ist eine wasserdichte Laufjacke die logischere Wahl. Achte auf abgedichtete Nähte, die Kapuze und Belüftungsöffnungen. Auch in einer atmungsaktiven Regenjacke kannst du von innen durch Schweiß feucht werden: Wasserdicht heißt nicht, dass du bei jeder Anstrengung völlig trocken bleibst.

Probiere die Jacke über den Schichten an, die du wirklich tragen willst. Beweg deine Arme, dreh den Kopf mit aufgesetzter Kapuze und probiere den Reißverschluss mit Handschuhen aus. Reflektierende Details sind nützlich, aber ein kleines Logo ersetzt keine gut sichtbare Ausrüstung für eine dunkle Route.

Detail einer offenen, dünnen Laufjacke über einer eng anliegenden Basisschicht, mit Handschuhen

Auf dem Foto siehst du, wie eine dünne Außenschicht über einem eng anliegenden Shirt fällt. Dazwischen muss nicht immer ein zusätzlicher Pullover: Wähle ihn, wenn du mehr Wärme brauchst.

05Unverzichtbare Extras

Warme Hände und Ohren können genau den Unterschied machen zwischen einer angenehmen Runde und ständigem Hantieren mit deinen Ärmeln. Wähle Accessoires, die du leicht ausziehen oder verstauen kannst, wenn dir warm wird.

  • Handschuhe oder Fäustlinge. Beginne eventuell mit dünnen Laufhandschuhen. Fäustlinge können bei stärkerer Kälte angenehmer sein; probiere aus, ob du damit noch deinen Reißverschluss bedienen kannst.
  • Stirnband oder Mütze. Ein Stirnband bedeckt deine Ohren und lässt den oberen Teil des Kopfes frei. Eine Mütze bedeckt mehr.
  • Reflektoren und Licht. Reflektoren werfen einfallendes Licht zurück. Eine Lampe strahlt selbst Licht aus; auf unbeleuchteten Wegen brauchst du außerdem genug Licht, um den Untergrund zu sehen. Sorge dafür, dass du aus mehreren Richtungen auffällst.
  • Warme Tights. Eine angeraute Innenseite bietet zusätzliche Isolierung. Eine winddichte Vorderseite kann auf offenen Routen nützlich sein.
  • Passende Laufsocken. Synthetik oder eine Merinomischung kann angenehm sein. Greif nicht automatisch zum dicksten Paar: Zu wenig Platz und Falten im Schuh willst du vermeiden.

Konkrete Optionen für Reflektoren und Laufbeleuchtung findest du in unserer Übersicht über Accessoires.

06Kleidungsstücke und ihre Funktion

Fehlt dir unterwegs etwas an deinem Outfit? Nutze die Funktion in dieser Tabelle, um gezielt etwas anzupassen.

KleidungsstückFunktionWorauf achtest du?
BasisschichtHilft, Schweiß von der Haut wegzuleitenEng anliegend, ohne einzuengen; schnell trocknender Stoff
MittelschichtHält zusätzliche Wärme festWähle die Dicke nach deiner Anstrengung; ein halber Reißverschluss hilft beim Lüften
AußenschichtSchützt vor Wind oder RegenWinddicht und wasserdicht sind verschiedene Eigenschaften
Handschuhe/StirnbandSchützen Hände und Ohren vor KälteLeicht an- und auszuziehen; genug Bewegungsfreiheit
ThermotightsErgänzen Isolierung für deine BeinePrüfe gesondert, ob sie auch winddicht sind
Reflektoren/LampenHelfen dir, im Dunkeln aufzufallenKombiniere Reflektoren mit aktivem Licht; leuchte auch deinen Weg aus

07 · Kleidung und Marken wählenWorauf achtest du beim Kauf? Empfohlene Kleidung und Marken

Beginne bei dem, was deinem aktuellen Outfit fehlt. Ist dir warm genug, aber der Wind stört, hilft ein weiteres dickes Shirt vielleicht weniger als eine leichte Außenschicht. Probiere Kleidung zusammen mit den Schichten und Schuhen an, mit denen du laufen wirst; lauf ein Stück und prüfe Nähte, Bund und Bewegungsfreiheit.

Diese vier Modelle zeigen verschiedene Möglichkeiten, von einem günstigen Shirt bis zu einer Regenjacke. Die Auswahl beruht auf Herstellerangaben, nicht auf einem eigenen Trageversuch. Die Links führen zu konkreten Herrenmodellen; wähle die Passform, die zu deinem Körper passt, und prüfe Ausführung und verfügbare Größen. Prüfe bei einem ausländischen Shop auch das Liefergebiet.

Basis- und Zwischenschichten

Das Kiprun-Run-100-Langarmshirt mit halbem Reißverschluss ist eine günstige Option für eine Basis- oder leichte Zwischenschicht. Der halbe Reißverschluss macht das Lüften einfach, und die Daumenschlaufen halten die Ärmel an ihrem Platz. Sieh es als Startpunkt für frische Bedingungen, nicht als Schutz vor Regen oder Garantie für genug Wärme bei Frost.

Willst du eine andere Basisschicht, vergleiche zuerst Dicke, Gefühl auf der Haut und Trockenzeit. Für zusätzliche Isolierung kann auch ein leichtes Fleeceshirt taugen, das du schon hast, solange es unter der Jacke nicht einengt.

Wind- und Regenjacken

Die Kiprun-Run-100-Windjacke ist ein günstiges Beispiel für trockene, windige Runden. Sie hat eine Kapuze, zwei Seitentaschen und Mesh unter den Armen zur Belüftung. Der Stoff ist winddicht, aber die Jacke ist nicht wasserdicht. Für anhaltenden Regen wählst du deshalb einen anderen Typ Außenschicht.

Die wasserdichte Laufjacke Kiprun Run 900 hat laut Decathlon eine wasserdichte Membran und abgedichtete Nähte. Das macht sie zu einem konkreten Beispiel, wenn du auch im Regen läufst. Prüfe, wie Kapuze und Belüftung für dich funktionieren. An trockenen, milden Tagen kann so eine Regenjacke mehr Schutz bieten, als du brauchst.

Tights und Winter-Accessoires

Die Odlo-Lauftights Essential Warm haben eine angeraute Innenseite, einen verstellbaren Bund und reflektierende Details. Damit sind sie ein Beispiel für Tights mit zusätzlicher Isolierung. Die geprüfte Ausführung hat keine ausgewiesene winddichte Vorderseite: Verwechsle das Wort „Warm“ also nicht mit Windschutz.

Probiere Handschuhe auf Bewegungsfreiheit und schau, ob sie in deine Jackentasche passen. Prüfe bei Mütze oder Stirnband, ob deine Ohren bedeckt bleiben, wenn du dich bewegst. Bei Socken sind Passform und genug Platz im Schuh ein sinnvollerer Ausgangspunkt, als dieselbe Marke wie bei deiner Jacke zu wählen.

08Praktische Tipps für Winterläufe

Leg deine Kleidung vor dem Start bereit und schau, wie sich das Wetter während deiner ganzen Runde ändert. Ein paar kleine Gewohnheiten helfen dir herauszufinden, welche Kombination für dich funktioniert.

  • Beginne ruhig. Du kannst dich drinnen schon ruhig bewegen, ohne ins Schwitzen zu kommen. Sieh dir unsere Erklärung zum Einlaufen und ruhigen Starten für einen praktischen Ablauf an.
  • Zieh deine Außenschicht erst kurz vor dem Start an. So sitzt du nicht drinnen schon zu warm angezogen herum.
  • Nimm dir die ersten Minuten zum Spüren. Öffne einen Reißverschluss, wenn dir zu warm wird. Bleibt dir kalt, passe Kleidung oder Route an; du musst das nicht weglaufen.
  • Plane Gehpausen mit ein. Bei lockerem Laufen mit Pausen oder beim Warten in einer Gruppe kann eine zusätzliche Schicht nützlicher sein als bei einem Lauf ohne Unterbrechung.
  • Wechsle feuchte Kleidung nach dem Lauf. Leg zu Hause trockene Kleidung bereit oder nimm sie mit, wenn du noch reisen musst.
  • Vergiss das Trinken nicht. Auch in der Kälte verlierst du Flüssigkeit. Sorge bei längeren Runden dafür, dass du trinken kannst, und passe das an deine Anstrengung und die Bedingungen an.

Notiere nach dem Lauf kurz das Wetter, dein Outfit und ob dir zu warm oder zu kalt war. Nach ein paar Runden hast du deine eigene Version der Temperaturtabelle, und die sagt mehr als jede allgemeine Faustregel. Wasche Funktionskleidung nach dem Etikett, vor allem bei einer wasserabweisenden oder wasserdichten Außenschicht.

09 · FehlerHäufige Fehler

Ein Outfit, das sich zu Hause herrlich warm anfühlt, kann beim Laufen zu viel sein. Umgekehrt ist eine dünne Jacke, die bei Wind prima funktioniert, nicht automatisch für eine Stunde Regen geeignet. Das sind die Punkte, die du noch einmal durchgehen solltest:

  • Dich danach anzuziehen, wie es sich an der Haustür anfühlt. Kleidung fürs Stehen wird beim Laufen schnell zu warm. Wähle zusätzliche Isolierung, wenn du sie brauchst, und denk an dein Tempo.
  • Ein Baumwollshirt als verschwitzte Basisschicht zu nutzen. Es bleibt lange feucht; ein Funktionsshirt ist in der Kälte meist angenehmer.
  • Wasserabweisend für wasserdicht zu halten. Schau auf die Konstruktion und die Nähte einer Regenjacke, nicht nur auf Tropfen auf einem Produktfoto.
  • Sich auf ein einziges reflektierendes Detail zu verlassen. Kombiniere Reflektoren mit Licht und denk an Verkehr aus verschiedenen Richtungen.
  • Nach dem Lauf in feuchter Kleidung herumzustehen. Sorge auch für deine trockene Schicht für den Heimweg oder das Gespräch danach.

Willst du aus deinen Winterrunden eine machbare Routine machen, kann ein persönlicher Trainingsplan helfen, Einheiten und Ruhe auf dein Niveau abzustimmen. Deine Kleidung passt du dann an die geplante Runde und das Wetter an.

10 · FAQHäufig gestellte Fragen

11 · VerwandtVerwandte Artikel

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